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- 1.4.2011: Tag 3 Der Nachtmarkt
- 1.4.2011: Tag 2 – der Tag nach dem Flug
- 29.3.2011: Tag 1 - Die Ankunft
- 18.3.2011: Thailandurlaub 2011
- 12.5.2010: !! TOUCHDOWN !!
- 11.5.2010: Kilometerstein 20 KM
- 8.5.2010: Wir haben uns getrennt..... !!!!!!
Archive für Mai 2010
!! TOUCHDOWN !!
12.5.2010 by kabayoshi.
…um 14.26 Uhr haben wir die Compostela erhalten. Haben die Statue vom heiligen Jakobus umarmt und so die Pilgerfahrt beendet.
Sitzen jetzt im 5* Hotel in der Lobby, trinken Wein und freuen uns, daß wir es endlich geschafft haben.
Danke an Alle für die Wünsche, Kommentare und das Blumengiessen.
Hoffen, daß die Flieger fliegen…
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Kilometerstein 20 KM
11.5.2010 by kabayoshi.
Tja !! Heute war es soweit - haben den Kilometerstein 20 erreicht. Die letzten Tage waren sehr turbulent.
Am Sonntag musste Inga abbrechen- von “Portomarin” kommend. Sie konnte vor Schmerzen nicht mehr laufen, der Knoechel und der Fuss waren sehr geschwollen. Bin dann zum naechesten Bauernhof gelaufen, vorbei an bellendem Kettenhunden, um ein Taxi zurufen. Aber der Bauer wollte mir nicht so wirklich helfen - er bot mir nur an, mir die Tel.Nr. fuer ein Taxi zugeben - was mir auch sehr was brachte (kein Handyempfang in der Tucht).
Aber Gott sei Dank war “Spanischer Volkswandertag” mit Streckenposten. Die brachten uns dann nach “Palas de Rei” - so ca. 9KM weiter. Dort warteten wir in der spanischen Notaufnahme auf eine Behandlung (haetten wir uns auch ersparen koennen). Aber egal, nachdem wir das auch ueberlebt hatten, humpelte Inga mit mir zusammen in das naechste Hostal, verbrachten dort ein ruhigen Tag mit gelben Likoer, den wir mit 2 Krankenschwestern aus Oesterreich reichlich zu uns nahmen.
Ich verordnete Inga ein Tag Pause, waehrend ich die naechsten 29 KM bis nach Arzua weiter lief.
Morgens trenntem sich unsere Wege. Ich zu Fuss nach “Arzua”, Inga irgendwie mit dem Bus dorthin fahrend. Geschaetzte Ankunftszeit war 15 Uhr - Treffpunkt war die Kirche.
Natuerlich war ich schneller als geplant. So habe ich die letzten 5 KM ein bissel gebummelt ;o)
So gegen 14.30 Uhr (nach 6 Std. mit Pausen) kam ich an der Kirche an und Inga stuerzte humpelnd mir entgegend. Sie hatte schon eine kleine Pension in der Naehe gefunden.
Rest kommt spaeter…….
Zeit laueft ab………..
Jetzt geht es weiter……
In Arzua selber konnte man nicht viel machen. Erstens war Inga ja noch ein wenig gehlahm, zweitens regnete es - und das seit 4 Tagen schon. Den blauen Himmel sahen wir zuletzt am Freitag in “Tricastella”. Seitdem nur noch Wasser vom Himmel - aber wir sind ja bestens ausgestattet.
Heute ging es dann von “Arzua” nach “So ein Dorf - keine Ahnung wie es nochmal heisst” - also so ca. 19 KM vor Santiago.
Heute hatte es mal nicht geregnet - aber dafuer waren die Wege matschig bis ueberspuelt. Aber es ging durch ganze Eukalypthuswaelder, und wenn die Sonne mal rauskam und die Luft waermer wurde roch es nach Hustenbonbons ;o)
Zwischendurch machten wir mal Pause, mal um Ingas Bein zu schonen, mal was zu essen - Bogadillos natuerlich.
Um 13.30 Uhr erreichten wir dann diesen oben schon genannten Ort. Jetzt haengen wir bei Wein ein wenig ab und freuen uns auf das Ziel morgen.
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Wir haben uns getrennt….. !!!!!!
8.5.2010 by kabayoshi.
Nach stundenlanger Diskussion, haben wir beschlossen, getrennte Wege zu gehen……
Ploetzlich war spanischer Volkswandertag angesagt und ich schob Panik (zu Recht), kein Zimmer mehr zu bekommen. Inga, durch ihre Fussbeschwerden, sehr im Tempo eingeschraenkt, beschwor mich vorzugehen und ein Zimmer klar zumachen. So habe ich die letzten 11 KM in 1,75 Std. zurueck gelegt - Inga brauchte 3,5 Std.
Der Weg war sehr schwierig. Es regnet seit 2 Tagen und die Wege sind matschig bis unterspuelt. Teilweise bilden sich riesige Tuempel auf dem Weg.
Auf der Bruecke nach Portomarin (unser Zielort) haben wir uns wieder zusammen gefunden - nachdem ich 2 Std. hin und her gerannt bin. Natuerlich habe ich noch ein Zimmer bekommen - das Letzte am Platz !!
Die Herbergen sind teilw. schon alle reserviert gewesen - von den Wochenend-Pilgern.
<Inga sagt:>
“Michael mein Held!!!!!!!!!!!!!!!
Ich war wirklich endfertig. Mein Bein schmerzt bei jedem Schritt es hat sich schon eine dicke Beule gebildet. Baenderzerrung oder irgendsowas.
Aber ich habe auch sehr nette Erfahrungen gemacht, denn als ich so des Weges humpelte boten mir sehr viele Mitpilger ihre Hilfe an.”
<Inga Ende>
Drueckt uns weiter die Daumen - besonders bei Inga - es sind nur noch 89,5 KM bis Santiago.
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Hier ein paar Bilder
7.5.2010 by kabayoshi.
Hier sind noch ein paar Bilder - aufgenommen mit meinem Smartphone. Leider hat die SD-Karte vorhin den Geist aufgegeben. Leider sind auch meine Aufzeichnungen jetzt weg.
Irgendein Schild am Anfang unserer Tour - keine Ahnung warum ich ein Foto gemacht habe.
Unser 1. Herberge nach Leon - sehr schoen. Es gab Wein zur Bergruessung !
Der Blick auf Astorga - die Schokoladenstadt !
Der Weg nach Santa Catalina de Somoza - mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund.
Cruz de Ferro - auf 1520 m.
Der Weg nach O Cebreio
Der Grenzstein von Galizien - auf ca. 1250 m.
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Castrojeriz - Fromista (Boadillo del Camino)
7.5.2010 by kabayoshi.
25.04.10
Heute haben wir uns auf den Weg gemacht in Richtung Fromista. Die heutige Etappe ist eine von den Schwierigeren. Wir mußten auf einen Plateau hoch - den sogenannten Tafelberg - um auf ca. 1000 m Höhe zu kommen. Der Aufstieg war schon etwas schon schwierig. Über eine langgezogene Serpentinenstrecke ging es sehr langsam nach oben. Dort angekommen, mußten wir erstmal ein wenig pausieren. Ab da ging es nur noch geradeaus, unterbrochen von Hügeln, die wir auch noch überwinden mußten. Zu unserem Leidwesen knallte den ganzen Tag die Sonne auf uns herab - mal wieder. Unser Wasservorrat von 1.5 Liter/Person ging recht schnell zur Neige. Leider gab es in Dörfern, an denen wir vorbei kamen keine Einkaufsmöglichkeiten. Wir beschlossen daher in Boadillo del Camino zu stoppen, um dort zu übernachten - also 6 KM vor Fromista.
Die Herberge “En el Camino” war echt toll. Der Hospitaliero kümmerte sich sofort um uns, zeigte uns den Schlafsaal (18 betten + 7 in Reserve in der Zwischendecke) und wir konnten erstmal duschen.
Als wir ankamen, waren wir die Einzigen im Schlafsaal (freu), als wir fertig waren mit duschen war der Schlafsaal auf einmal voll - toll !
Aber egal - die Herberge war schön. Es gab im Innenhof einen Garten mit Schwimming-Pool, eine Bar mit Terrasse und überall Sitzgelegenheiten zum verweilen.
Nachmittags traf eine Truppe “Buspilger” ein, die dann mit ihren Koffern in die schon für sie reservierten Zimmer einzogen. Wir würdigten sie keines Blickes.
Zwischenzeitlich hatten wir Mike aus Coventry und Ulrike aus Nürnberg kennengelernt. Wir saßen zusammen am Tisch und quatschen mal auf deutsch, mal auf englisch. Gemeinsam gingen wir auch zum Pilgermenu. Dort waren auch die Buspilger, die aus Frankreich kamen. Das Pilgermenu war ganz OK. Aber wir waren kaum fertig mit dem Essen, da fingen die französischen Buspilger an singen. Aber nicht nur ein Lied, sondern noch eins und noch eins und zum Schluß fingen sie an zu schunkeln.
Wir bezahlten unser Menü und waren weg.
Der Tagesausklang fand auf der Terrasse stand. Wir tranken noch Bierchen mit Ulrike und Mike zusammen, redeten über die Strecke am nächsten Morgen und sind dann gemeinsam in den Schlafsaal gegangen - Mike schlief in der Koje hinter Inga. Wir hofften alle auf eine ruhige Nacht und nicht so wie in Hornillos .
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Hornillos - Castrojeriz
7.5.2010 by kabayoshi.
24.04.10
Heute sind wir schon sehr früh losgegangen. Wir wollten so schnell wie möglich raus der Herberge. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und es herrschte dickster Nebel. Nur gut, dass wir unsere “Nebelrückleuten” dabei hatten. Mit unseren Taschenlampen in der Hand marschierten wir los. Es ist schon ein komisches Gefühl in der Morgendämmerung mitten im Nebel loszumarschieren - besonders dann, wenn man Mitten in Spanien ist und im Prinzip keinen blassen Schimmer hat wo man gerade ist.
Nach ca. 5 km, wir kamen gerade an einer Weggablung an, hörten wir aus Nebel plötzlich “Falscher Weg, Falscher Weg”. Wir blieben erstmal verdutzt stehen. Einer junger Mann kam aus dem Nebel gelaufen und erklärte uns, dass der Wegweiser in die falsche Richtung zeigt. Kurzer Hand stellten wir den Wegweiser richtig auf.
Der Nebel verflog langsam und die Sonne kam immer kräftiger durch. So gegen 9 Uhr kamen wir in Hontanas an. Ein kleines Dorf mitten im nirgendwo. Dort nahmen wir erstmal ein Frühstück zu uns, incl. Café con Leche. Im Dorfladen kauften wir abschließend noch ein paar Äpfel und schon ging es weiter in Richtung Castrojeriz.
Der restliche Weg war eigentlich recht unspektakulär. Zwischendurch kamen wir an einem verfallenen Kloster vorbei, wo früher Leprakranker versorgt wurden. Die Pilger, die damals vorbei kamen, wurde durch eine Mulde in der Mauer mit essen versorgt.
Am frühen Nachmittag kamen endlich in Castrojeriz an. Wir beschlossen heute mal in einem Hotel zu übernachten - die gestrige steckte noch in unseren Knochen. Ich fand es ein wenig zu teuer, das Zimmer zu klein und mit dem Self-Service-Frühstück hatte ich auch so meine Probleme. Aber der Hotelier lieh uns einen Wäscheständer und wir konnten ein bissel Wäsche waschen.
Abends waren wir noch in der Bar “La Taberne”, wo auch Harpe Kerkeling schon war (siehe Buch). Es war echt toll da, ein uriges Ambiente und ein etwas kauzig wirkender Wirt, der mit Harpe Kerkeling´s Gästebucheintrag hausieren ging. Das Pilgermenu war auch sehr lecker - nur auf die Schnecken im 1. Gang habe ich verzichtet. Nach je 1 Liter Cervesas und einer gemeinsamen Flasche Wein gingen wir spät abends zufrieden ins bett. Morgen beginnt ein neuer Tag und es liegen 26 km als tagesstrecke vor uns.
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Burgos - Hornillos
7.5.2010 by kabayoshi.
23.04.2010
Heute ist es soweit. Wir sind von Burgos aus in Richtung Santiago di Compostela gestartet. Früh morgens um 8 Uhr ging es los. Erst quer durch die Stadt, dann ein kleines Stück über matschige Wege, bis wir den Anfang der Meseta erreicht haben. Von dort ging es leicht aufsteigend immer nur noch geradeaus - und das in der prallen Sonne um die Mittagszeit. Nach endlosen Kilometer - der Weg wurde komischerweise immer länger - kamen wir endlich in Hornillos an. Leider waren die Hostals um 15 Uhr leider schon komplett belegt - wer hätte das gedacht. Also machten wir uns auf dem Weg zur Pilgerherberge, stellten uns brav an, um dann mitgeteilt zu bekommen, dass der Pilger vor uns das letzte Bett bekommen hat. Aber…. keine Panik… es gibt ja noch die Notunterkünfte - die natürlich genauso viel kosten wie die Richtigen…
Zu den Betten kann ich nur eins sagen - gut, dass ich schwindelfrei bin und hoffe, dass ich nicht seekrank werde.
Abends nahmen wir unser erstes Pilgermenü zu uns. Es bestand aus einer Vorspeise, ich bekam Makkaroni und Inga einen gemischten Salat. Die Hauptspeise war ziemlich fleischlastig, sodass ich das Fleisch bekam und Inga die Pommes. Zum Nachtisch gab es Pudding - meiner war noch im Plastikbecher. Aber das Beste war, das es eine ganze Flasche Wein zum Menü gab - die braucht man auch, um die nötige Bettschwere für die Nacht zu bekommen. Achso! Das ganze Pilgermenü kostet nur 8,90 Euro pro Nase. Fazit: Unterkunft 10 Euro + Essen 20 Euro = 30 Euro für 2 Personen.
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Die Zugfahrt von Madrid nach Burgos
7.5.2010 by kabayoshi.
22.04.10
Heute sind wir mit dem Zug von Madrid nach Burgos gefahren. Leider haben wir von der Stadt selbst nicht viel gesehen. Erst mußten wir zurück zum Flughafen, um von dort mit der Metro zum Nordbahnhof zu fahren, dann mußten wir noch die Bahntickets besorgen. Leider fuhr unser Zug erst um 13.15 Uhr.
Naja - nun hatten wir Zeit genug um uns “Madrid” anzuschauen. Leider war die Gegend dort nicht so spektakulär…
Mit dem Zug sind wir nun über 4 Stunden bis nach Burgos gefahren.
Eins ist mir dabei aufgefallen - die Spanier halten beim Gähnen nicht die Hand vor dem Mund.
In Burgos angekommen, sind wir erstmal 5 km vom Bahnhof bis zur Plaza Mayor gegangen. Wir mußten nicht lange suchen bis wir ein Hotel gefunden hatten. Ein kleines schnuckeliges Hotel mit dem Namen “Jacobeo” - mitten in der Altstadt gelegen. Nach dem Essen gönnten wir uns noch ein paar “Cervesas”.
Morgen früh geht es dann richtig los - auf dem Camino…
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!Hola! ?Que tal?
7.5.2010 by kabayoshi.
Hallo Ostwestfalen !!
Hier nochmal ein kurzer Zwischenbericht:
Die letzten Tage waren sehr schwer, mussten einige tausend Hoehenmeter ueberwinden.
Cruz de Ferro = 1520 m
O´Cebreio = 1315 m
Das staendige auf und ab hat uns ganz schwer zu schaffen gemacht. Morgens ist das eiskalt - unter dem Gefrierpunkt. Durch das staendige hoch und runter auf felsigen Untergrund hat Inga sich die Baender am Knoechel verletzt. Sind heute in Sarria angekommen. Werden versuchen das Knoechelproblem mit Eis und Salben im Griff zu bekommen.
Ab hier sind es nur noch 115 KM bis Santiago und haben nur noch 5 Tage Zeit.
Vielen Dank fuer die ganzen Wuensche und den Kommentaren.
Drueckt uns weiter die Daumen.
Inga und Michael
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Tag der Arbeit
1.5.2010 by kabayoshi.
Heute ist ein Tag der Arbeit. Wir haben heute 27 km abgearbeitet. Sind von Hospital de Orbigo ueber Astorga nach Santa Catalina de Somaza marschiert. Wir kommen so langsam der Schneegrenze immer naeher. Man sieht schon die schneebedeckten Berge in der Ferne - obwohl Ferne sehr relativ ist. Wir uebernachten momentan auf ca. 1000 m Hoehe - man merkt schon langsam, dass die Luft duenner wird - wenn man Inga so keuchen hoert ;o)
Zitat Inga: “Ich keuche gar nicht !!!”
Morgen geht es auf 1517 m (das checke ich aber noch mit meinem GPS) zum “Cruz de Ferro” wo wir einen Stein ablegen und damit alle unsere Sorgen, und dann weiter - evt. nach El Acebo.
Spaeter gibt es mehr Information, wenn ich wieder einen McDonald sehe ;o)
Bis zum naechsten Internetkasten…..
Inga + Michael
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